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Was ist los im Fahrradkeller?

Wie kommen die Mehrhooger Neubürger an ihre Fahrräder? Wie ist die Übergabe organisiert?

Helmut Buteweg berichtet .....

Unser Fahrradkeller.

 

Zur allgemeinen Information ein Überblick über unsere Arbeit im Fahrradkeller.

 

Der Fahrradkeller wurde uns von der Schulleitung im Grundschulgebäude am Vorthuiyser Weg zur Verfügung gestellt.

 

Im Vorfeld habe ich die „Verkehrsregeln für unsere Neubürger“ als Präsentation in drei Sprachen (deutsch/englisch/arabisch) erstellt und in der Hogenbuschhalle unseren Flüchtlingen mit Hilfe eines Übersetzers erläutert. Dieser Vortrag kann hier eingesehen werden:

 

http://www.mehrhooghilft.de/aktuelles/artikel/verkehrserziehung.html

 

Einigen Hilfsorganisationen umliegender Gemeinden konnten wir damit auch schon aushelfen.

 

Inzwischen liegt auch eine albanische Version vor, die ich bei Bedarf gerne zur Verfügung stelle.  

 

Dem Aufruf uns Fahrräder zu spenden, sind zahlreiche Bürger in und um Mehrhoog gefolgt, so dass es anfangs im Fahrradkeller etwas beengt  wurde.

 

Die Anmerkung, dass wir notfalls auch Räder abholen, hat uns zahlreiche Fahrten bis ins weitere Umfeld beschert.

 

Für die Ausgabe habe ich mich mit den Hilfsorganisationen aus der Umgegend abgestimmt.

 

Vor allem die Erkenntnis, dass gespendete Fahrräder auch schon mal weiter verkauft worden sind, hat uns veranlasst, die Räder nur auf Leihbasis aus zu geben.

 

Auf Anregung der Hamminkelner Polizei  notieren wir alle Rahmen Nummern zur Diebstahlkontrolle durch die Polizei.

 

Für das Ausleihen verlangen wir eine Leihgebühr und halten diese, wie die persönlichen Daten in einem mehrsprachigen Vertrag fest.

 

Alle Räder sind von uns vor der Ausgabe fotografiert, nummeriert und verkehrstauglich ausgerüstet.

 

Die Ausleihgebühren betragen bei Kinderräder 5.-€, und bei Erwachsenenräder, je nach Zustand zwischen 10,-€ und 30,-€. Jedem Rad geben wir ein Spiralschloss und den Kindern einen Helm dazu. Leider werden die Helme kaum bis gar nicht genutzt.  Reparaturen führen wir kostenlos durch, für Ersatzteile verlangen wir in der Regel  zwischen  2,- und 10,-€.

 

Wir reparieren selbstverständlich auch den Neubürgern direkt geschenkte Fahrräder.

 

Über einmal festgelegte Preise verhandeln wir grundsätzlich nicht. Das hat sich auch langsam rumgesprochen.

 

Die Ersatzteilbeschaffung führte uns, trotz Leihgebühr,  schnell in finanzielle Probleme und konnte nur durch die Inanspruchnahme von Spendengeldern aufgefangen werden.

 

Aller Anfang ist schwer, so wurden auch wir die ersten Monate an den Ausgabeterminen völlig überrannt.

 

Da der Bedarf jetzt deutlich zurückgegangen ist widmen wir uns jetzt stärker als bisher den zurückgestellten Reparaturen.

 

Leider sind viele unnötige Reparaturen dabei, da insbesondere einige Kinder nahezu  wöchentlich mit defekten Rädern erscheinen. Dafür stellen wir dann auch mindestens den Ersatzteil-Beschaffungspreis in Rechnung.

 

Die Ansicht, man müsse nur mit einem 50,-€ Schein winken um dann ein „besseres“ Fahrrad zu bekommen teilen wir  nicht.

 

Da der überwiegende Teil der Neubürger von etwas kleinerer Statur sind, haben wir für die hohen Hollandräder nur wenig Interessenten.

 

Ausleih- und Annahmezeiten sind jeweils dienstags zwischen 14 und 16 Uhr.

 

Bei Interesse steht es jedem frei unseren Arbeitsplatz, auch außerhalb dieser Zeiten zu  besichtigen. Anruf genügt. 02857/80288

 

Unsere Gruppe besteht aus Manfred Driever, Bernhard Lackmann, Klaus Wernecke und mir. Versuche aus dem Umfeld der Hogenbuschhalle Helfer mit einzubringen sind leider fehlgeschlagen, bis ich zufällig Hayrabed Karageozian (Flüchtling aus Syrien) mit Wohnung in Hamminkeln, bei der Reparatur eines Kinderrades beobachten konnte. Hayrabed hat sich nicht nur als hervorragender Mechaniker sondern auch als wertvoller Übersetzer bei uns intrigieret.

 

Für die Fahrradgruppe

 

Helmut Buteweg

 

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